Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchn (1846)
Entstehung
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Graveur; zwiſchen den Fenſtern befinden ſich die Werk⸗ zeuge, die jeder nöthig hatte.

Die ganze ungeheure Mitte des Sals wird von andern Arbeitern eingenommen, die auf Ziehbanken ſitzen und vermittelſt großer Zangen das Kupfer glätten.

Da und dort ſieht man die großen Kohlbecken, worin die Platten von feinem Stahl glühend gemacht werden und die Kübel mit kaltem Waſſer, die zur Lö⸗ ſchung des glühenden Metalls dienen.

Alles war in Thätigkeit. Da wurde aus mehreren hundert Kehlen, und was für welchen! geſprochen, ge⸗ lacht, geſungen, meiſtens in deutſcher Sprache; zwiſchen⸗ durch hörte man, in ruhigeren Momenten, das ſchaurige Gekreiſch des gezogenen Kupfers, das Geſchrill des Bims⸗ ſteins und das Ziſchen des glühenden Stahls im Waſſer. Den Hintergrund, ſo zu ſagen, dieſes furchtbar unhar⸗ moniſchen Konzertes bildete ein ewiges Gehämmer, Ge⸗ klopf, Gepoche, das ſich in gleich kurzen und trockenen periodiſchen Schlägen wiederholte. Man glaubte ſich in eine Werkſtätte kleiner Cyclopen verſetzt. Kein noch ſo unerſchrockenes Nervenſyſtem hielt es lange in dieſem hölliſchen Spektakel aus.

Jeder wor auf ſeine Weiſe beſchäftigt. Die Einen griffen die Platte ſelbſt mit dem Grabſtichel und Hohl⸗ meiſel an, wie die gewöhnlichen Holzſchneider; die An⸗ dern bogen mit großem Geſchick die ſchmalen Kupfer⸗ blätter in die künſtlichſten Zeichnungen und verſchlungen⸗ ſten Arabesken; noch Andere glätteten das Kupfer, gra⸗ virten mit Stahlpfriemen, präparirten die Platten oder gingen mit den Nadeln um.

Von dem Hintergrunde des Sals aus führte eine kleine Treppe in das Bureau des Herrn Malfus.

Neben dem Haupteingange befand ſich eine Art Gitterverſchlag, hinter welchem, je nach den Bedürfniſſen des Augenblickes, bald Herr Rohrbach, bald ſein Zahl⸗ meiſter, bald der Faktor abwechſelnd ſaßen, das aber