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11. Schwarzer Frack und weiße Handſchuhe.
Gegen Ein Uhr kam Gaſton im Hotel Maillepré an und ging eiligſt über den Hof, ohne ſich nach Biot umzuſehen.
Seine Züge drückten äußerſte Ermüdung aus, ſeine Haare hingen unordentlich über's Geſicht, Blouſe und Pantelon waren von oben his unten beſpritzt.
Was hatte dieſe frühe Rückkunft zu bedeuten? Ka⸗ men doch beide Geſchwiſter nie vor fünf Uhr Abends heim! Denn ſie pflegten die Mittagsſtunde, wo die Arbeit ruhte, in der Werkſtätte zu bleiben, um deſto früher Abends ſie verlaſſen und den Diners der Herzo⸗ gin⸗Wittwe anwohnen zu können.
Aber heute war Sancta ſchon Morgens früh und Gaſton um ein Uhr Mittags zurückgekehrt— und wie?
Beiden ſchien irgend Etwas zugeſteßen zu ſein; ihre Traurigkeit war nicht die gewöhnliche.
Nachdem ſich Biot vergebens den Kopf zerbrochen, die Urſache dieſer beunruhigenden Erſcheinung zu erra⸗ then, hielt er mit der Arbeit inne, ſchüttelte bedenklich das greiſe Haupt und ſah flehend zum ſteinernen Mutter⸗ gottesbilde auf, das in einer Niſche der Mauer aufge⸗ ſtellt war.
„Heilige Mutter Gottes, wache über ſie!“ betete er und eine Thräne näßte ſein Auge.
In der Kammer angekommen, w aſton den Kittel ab und trat ihn zähneknirſchend mit Füßen, während ein


