Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1846)
Entstehung
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1. Die Masken.

Unſere Geſchichte beginnt mit dem letzten Tage des berühmten Karnevals vom Jahre 1826, welcher der gan⸗ zen lebensluſtigen Pariſer Jugend ewig unvergeßlich bleibt.

Es war fünf Uhr Abends. Die Nacht brach herein. Der Garten des Palais⸗Royal bot einen feenhaften An⸗ blick dar. Der betäubende Lärm, das fieberhafte Ge⸗ woge, das ungeheure Lichtmeer, dieß Alles zuſammen machte einen Eindruck, der ſich nicht beſchreiben läßt.

Alle Gewölbe der Galerien, faſt lauter Spielſäle, Kaffee's, Reſtaurationen oder jene Tempel der Luſt, deren rechten Namen kein Mund nennt und keine Feder ſchreibt, waren glänzend erleuchtet. Trotz der ſchneidenden Kälte blieben die meiſten Fenſter geöffnet und geſtatteten Tau⸗ ſenden von neugierigen Zuſchauern den Einblick in dieß flam⸗ mende Parallelogramm, wo jedes Plätzchen beſetzt war, ſo daß es einem rieſenmäßigen Ballſale glich.

Der Anfang dieſer Nacht toller Freude verſprach das Beſte. Schon die bloße Luft wirkte berauſchend. Ueberall lachende Geſichter. Kein trüber Schatten fiel in die Halle des Feſtes; auch das kleinſte Fenſter gab ſeinen Beitrag an Licht und Lärm zu dieſem Feuer⸗.

und Jubelmeer.

Ein einziger dunkler Fleck ließ ſich in dem Licht⸗

ſtreifen auf der ganzen Farade des Flügels Valois be⸗

merken. Dieß war ein kleines Fenſter im vierten Stock,