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Waſſer, es iſt Ebbe und in friedlicher Ruhe gleitet der Strom dem Meere zu, hinein in den großen Ocean des Lebens. Da ſchaukelt der Wind die Welle auf
und ab, hierhin und dorthin. Dann erhebt er ſich⸗
wohl ſpäter zu wildem Sturme, peitſcht thurmhoch die ſchäumenden Fluten, ſchleudert ſie grimmig gegen ſchroffe Klippen, ſodaß, zu Staub zerriſſen, die Tropfen oben in den Lüften wirbeln. Zuletzt aber legt der Orkan ſich dennoch wieder, und am andern Morgen ſchon vielleicht iſt Alles glatt und eben, und tiefe fried⸗ liche Ruhe herrſcht auf dem unendlichen, ewigen Ele⸗ mente. Waſſer und Wind umkreiſen den Erdhall. Die Winde rauſchen in den Eichen und Buchen der deut⸗ ſchen Gaue, ſie ſchwellen auch die Sternenbanner auf der Bai des Cheſapeake. Seele des Menſchen, Schickſal
des Menſchen— Waſſer und Wind! Der ewige Gottes⸗
geiſt aber ſchwebt über Wind und Waſſern!
Ende.
Druck von Bär& Hermann in Leipzig. Papier von Julius Lange in Jeßnitz bei Deſſan.


