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Gettysburg : Erzählung / von A. Ferrari
Entstehung
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Selbitz deutet auf Ihre Abſtammung von einer deutſchen Adelsfamilie, Herr General.

Sie haben Recht, Herr Bürgermeiſter, ich bin ein Deutſcher, erwiderte der Angeredete.

Nach Empfang der gefährlichen Wunde, welche ihn in der Schlacht von Gettysburg niedergeworfen hatte, war ſein Leben lange in Gefahr geweſen und es hatte all der aufopfernden Pflege bedurft, welche außer der Sorge der Aerzte ihm von ſeiten des treuen Sanherib zu Theil ward. Als er aber geneſen war, wand die Erinnerung an ſeine Thaten um dieſes bleiche Haupt, welches ſchon dem Tode verfallen ſchien, den Lorbeerkranz. Zwar konnte er an dem Ende des Krieges nicht mehr Theil nehmen und das Commando der Brigade, welche ihm auf dem Schlachtfelde über⸗ geben war, nicht vor Richmond führen, aber die An⸗ erkennung des Präſidenten Lincoln verſchaffte ihm mit dem Range eines Generals eine ehrenvolle Stellung im Miniſterium des Aeußern.

Selbitz hatte ſeine jetzige Miſſion ſich erbeten. Wenn er auch Deutſchland verlaſſen hatte im Unmuth über die Verhältniſſe, welche ihn dort bedrückten, und um dem Leide zu entfliehen, welches die eigene Schuld ihm aufgebürdet, ſo lebte doch in ſeiner Seele das Vater⸗ land noch in allem Reize, den die theure Heimat hat,