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das Zimmer verlaſſen; es war daher kein Friedensſtif⸗ ter vorhanden, im Gegentheil, die Kameraden freuten ſich alle innerlich des Haders.
Mit einem Satz alſo ſpringt Schaper um den Tiſch herum, auf den Rothbart zu, wirft ihn nieder und be⸗ ginnt weidlich auf den Injurianten loszutrommeln. Die Kameraden bilden einen Kreis um die Kämpfen⸗ den, die Bank fällt polternd um, beide ringen auf dem Boden, Schaper zu oberſt; ſiegreich ſicht er für die Dame ſeines Herzens.
Nicht lange! Die Thür öffnet ſich und der ſchnurr⸗ bärtige dicke Wachtmeiſter der Schwadron, durch den ungewöhnlichen Spectakel angelockt, tritt ein. Stumm vor Staunen über den in den geheiligten Räumen un⸗ erhörten Frevel bleibt er einen Augenblick in der Thür ſtehen, dann reißt er mit kräftiger Fauſt die Kämpfen⸗ den von einander. Rothglühend ſtehen ſie vor ihm, beſchmuzt, mit zerzauſten Haaren.
„Maul gehalten!“ ruft der Wachtmeiſter, als beide ſich verantworten wollen. Zum Glück ſchneidet das Signal zum Stalldienſt eine längere Rede ab; der Wachtmeiſter endet damit, daß er den Vorfall auf der Parade dem Herrn Rittmeiſter melden werde.„Jetzt marſch in den Stall“, commandirt er, und alle eilen hin⸗ unter zu ihren Pferden.


