der das vorangegangene Rechtsum wieder verſchwitzt hat, ſchlägt die entgegengeſetzte Richtung ein und irrt wie das verlorene Schaf verlaſſen von der Heerde. „Halt! Still geſtanden!“ ſchallt es, da der Sünder Miene macht, wieder in ſeine Lücke ſchlüpfen zu wollen. Mit zorngeröthetem Geſichte tritt der Unteroffizier dicht vor den Delinquenten. Der buſchige Schnurrbart ſträubt ſich wie vor Entſetzen und die grauen Augen rollen empor und wieder herab auf den Schuldigen; es bleibt unge wiß, ob ſie droben über ſo entſetzliche Dummheit Klage führen oder des Himmels Strafen herabbeſchwö⸗ ren wollen auf den Gottvergeſſenen. Endlich bricht das Donnerwetter los, ſchnarrend, polternd, fluchend und in allen Tonarten variirend. Keine Miene ver⸗ zieht ſich in Schaper's Geſicht; die großen blauen Augen ſtarren unverwandt gerade aus, gewaltſam unterdrückt er die Thräne dahinter. Stramm ſteht er da, feſtge⸗ bannt am Boden, wie ein ſteinern Bild.
In des Platzes Mitte ſtehen die aufſichtführenden Herren Lieutenants. Der eine gähnt, der andere ver⸗ tieft ſein nicht unbedeutendes Riechorgan in eine volle Roſe, der dritte läßt unabläſſig einen Pudel über den vorgehaltenen Säbel ſpringen, alle aber ſehen recht ge⸗ langweilt aus. Ob ſie von Hunden, Pferden oder Mädchen geredet haben, vermag ich nicht anzugeben,
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