Teil eines Werkes 
3. Bd. (1870)
Entstehung
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zufriſchen. Seitdem ſind wir beide herzlich gute Freunde, und ich darf Dir wohl ohne Gefahr des Verraths das Geſtändniß machen, daß ein paar Glieder der freund⸗ lichen Kette, die mich an dieſen herzigen, traulichen Winkel der Erde feſſeln, von Cili's Händen geſchmiedet ſind.

Rümpfe nicht die Naſe, Theobald, über meinen Geſchmack an einerBauerdirne, oder denke Dir gar Schlimmeres über meine Beziehungen zu dem Mädchen. Fürs Erſte ſind wir eben herzlich gute Freunde, wie ich Dir ſagte nicht mehr, nicht weniger! Fürs Zweite iſt aus der barfüßigen Cili mit dem kurzgeſchürzten Röcklein und dem wirren, fliegenden Haare eine Meta⸗ morphoſe vor ſich gegangen, die Dich beim erſten Wiederbegegnen ſicher in ein ebenſo angenehmes Er⸗ ſtaunen verſetzt hätte, als es bei mir der Fall war. Nur zur Berichtigung etwaiger Vorurtheile will ich Dir Einiges von den Wandlungen in dem Schickſale dieſes Mädchens erzählen.

Zuvörderſt muß ich den Verdacht ausſprechen, daß unſer Freund Julian in dem Berichte, welchen er uns dazumal über den Hausſtand des beſagten Chriſtlbauern erſtattete, mehr helle Farben verbrauchte und Glanz⸗ lichter aufſetzte, als er der Wahrheit gegenüber zu ver⸗ antworten vermag. That er es, um uns die Stimmung