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entſchieden, ruhig, beinahe kalt, um ihr die Trennung zu erleichtern.
Als er aber hinaustrat in die ſternhelle Mainacht, da rangen ſich alle ſeine Gefühle aus der Tiefe empor, in welche er ſie mit der vollen Macht ſeines Willens in dem entſcheidendſten Augenblicke ſeines Lebens ge⸗ bannt hatte. Sie überflutheten ihn, daß er Mühe hatte nicht unterzuſinken. Seine Augen brannten, ſeine Stirne glühte. Er öffnete das Gewand, daß die kalte Nacht⸗ luft an ſeine Bruſt blies, und die Decke des tobenden Bulkans ein wenig kühlte. So jagte er, ohne darauf zu achten, von Straße zu Straße, von Platz zu Platz, und verlor ſich im Gewirre entfernter Stadtviertel.
Als er um eine Ecke bog, kam ihm ein Prieſter im Ornate mit dem Sterbeſacramenten entgegen. Der Miniſtrant klingelte; unwillkürlich blieb Julian am Pfahl einer Gaslaterne ſtehen. Beim Lichtſcheine er⸗ kannte er in dem Vorübergehenden den Stiftscanonicus, der einer entfliehenden Seele mit den letzten Tröſtungen der Religion den Heimgang erleichtert hatte. In den Zügen des geiſtlichen Herrn kündete ſich etwas, was mehr auf weltliche Mißſtimmung deutete, als auf jene erſchütternde Wirkung, welche die Schauer des Todes äußern.
Ein Herzſchlag hatte dem Leben der unglücklichen


