Teil eines Werkes 
2. Bd. (1870)
Entstehung
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Der Freiherr von Luchsberg drehte ſich den zier⸗ lichen Schnurrbart, um die aufſteigende Röthe zu ver⸗ bergen. Er hatte es bisher nicht für nöthig erachtet, ſeinen Freunden von den geheimen Schritten Kenntniß zu geben, welche er zur Erreichung dieſes lockenden Zieles bereits gethan. Glücklicher Weiſe nahm die Eröffnung des Canonicus das allgemeine Intereſſe ſo in Anſpruch, daß ſich ſeine Verlegenheit wieder ſachte und unbemerkt verlaufen konnte. Mit möglichſter Harmloſigkeit nahm er an den Beſtrebungen der Uebrigen Theil, den Canonicus zu weiteren Enthüllungen zu vermögen und den nebelhaften Andeutungen eine be⸗ ſtimmte Geſtalt zu geben. Sander hatte Mühe, die drängenden Zumuthungen vorderhand zurückweiſen, und es kam ihm nicht ungelegen, als der eintretende Diener die Anweſenheit einer Perſon meldete, welche nach Seiner Hochwürden verlangte.

Er war an das Lager eines Sterbenden gerufen, der gerade von ſeiner Hand die letzte Wegzehrung wünſchte.

Mit dem geiſtlichen Herren war die Seele des klei⸗ nen Cirkels ausgeflogen und Aurelie hatte Rückſicht genug für ihn, die Sitzung aufzuheben.