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marken hinausreichte. An ihrer Ferſe hing nicht das hemmende Bleigewicht der Kleinſtaaterei, und ihre Vor⸗ kämpfer kümmerten ſich wenig um den Scheltnamen der „Vaterlandsloſen.“
Neben den Zerwürfniſſen im Lager der Gegner war es insbeſondere noch ein Moment, das ihre Macht⸗ fülle erweiterte und feſtete,— ihr Einfluß auf die Weiber. Die Fürſtin hatte ſich, dem erlauchten Gatten zum Trotze, offen zu ihrer Fahne bekannt, und zu ihrem Beichtvater den Stiftscanonicus Tobias Sander er⸗ wählt. Dieſer gehörte nicht nur zu den gewandteſten und verſchlagenſten, ſondern auch zu den unerſchrockenſten Kämpen der ſtreitenden Kirche. Man raunte ſich in die Ohren, er ſei ein geheimer Schüler Loyola's, und verdanke juſt dieſem Umſtande ſein raſches Emporſteigen auf der Leiter klerikaler Würden.
Das klöſterliche Weſen und der Heiligengeruch in den Gemächern der Fürſtin bildete den entſchiedenſten Gegenſatz zu der heiteren, genußbietenden Pracht am Hoflager des Regenten. Die Nähe dieſer Contraſte machte die Wirkung um ſo auffallender, und es konnte nicht anders kommen, als daß dem leicht erregbaren, leidenſchaftlichen Fürſten dieſer Zwieſpalt im eigenen Hauſe mit jedem Augenblicke unerträglicher ward. Er
ſah es für eine Beeinträchtigung ſeiner Machtvoll⸗ 1*½


