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lieber Doctor, es hat einen heißen Kampf gekoſtet, die Verwirklichung Ihres Wunſches herbeizuführen. Ohne die perſönliche Gunſt, womit mich Seine Durchlaucht beglücken, würde wohl jede Anſtrengung vergeblich ge⸗ weſen ſein.“
Julian verbeugte ſich um etliche Linien tiefer als gewöhnlich. Als er. aber ſeinen Dank ausſprechen wollte, fiel ihm La Rochelle in die Rede:
„Laſſen Sie das, Herr Julian. Wir wollen uns Beide mit dem Bewußtſein gegenſeitiger Verdienſte begnügen. Aber ich erſuche Sie, die Audienz bei dem Fürſten ſchleunigſt zu erbitten, und an dieſe Adreſſe Ihren Dank mit möglichſter Wärme zu richten. Sie müſſen ſich nun wohl oder übel an das Antichambriren gewöhnen.“
Lächelnd erwiderte der junge Hofrath:
„Erlaucht wiſſen, was man um des Zweckes willen opfert. Zudem gehöre ich zu den Geſunden, denen ſelbſt Auguſt Thümmel die Berechtigung zuſchrieb, ſich in die Vorzimmer der Fürſten zu drängen.“
Der Reſt der Unterhaltung betraf die Beziehungen Julians zum gräflichen Hauſe. Hier hatte der Hof⸗ meiſter ſeine Rolle ausgeſpielt, und obwohl ihn La Rochelle in verbindlicher Weiſe einlud, den Aufenthalt unter ſeinem Dache nach Belieben auszudehnen, ſo


