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Ff heuchelnd, ich die beiden Toͤchter des Grafen von Rauhberg, der fuͤnf Stunden weit 3
von meine Feſte ſeine Burg hatte, in mein 8
Netz zu hamen wußte, ſie verfuͤhrte und dann
der Schande und ihrer Verzweiflung uͤber⸗
ließ.—Zwar bekam ich hierauf Fehde mit
dem alten Grafen und ſeinem Sohne, jedoch
auch Beide hauchten, der Staͤrk' und Schaͤrfe mmeines Schwerdtes unterliegend, unter den
füuchterlichſſen Fluchen uͤber mich, ihr ritter⸗ liches Leben aus. Jetzt wollte mich mein —. Burgvoigt von meinem unheilbringenden Wege durch Ermahnungen abbringen, aber leider es war ſchon zu ſpaͤt, denn der Keim— zum Boͤſen hatte bereits zu tiefe Wurzel bei mir gefaßt. Ohne ihn zu hoͤren, ließ ich hier mein Raubſchloß bauen, damit ich ungeſtoͤrt und außer ſeinen Augen mein ver⸗ ruchtes Weſen treiben konnte. Die meiſten meiner Knappen waren mir recht herzlich zugethan, denn ſie liebten bald das zuͤgelloſe Leben, das auch ihnen vielen Genuß ge⸗ waͤhrte; denn ſtach mir ferne oder nah' eine ſchone Dirne in die Augen, ſo mußte ſie, es mochte kommen wie es wollte, hierher,


