„Lippen durfte ich erſt kuüſſen, als ſie vom „nahen Tode ſchon erbleichten, aber ach! „der Kuß, er band auf ewig mich an „dich! Dein ſtilles Sehnen, dein ſtiller „Schmerz war mir heilig und du haſt „mich deines Vertrauens nicht gewürdigt; „doch wenn ich trauernd dir zur Seite „ſtand, weil ich dich trauern ſah, da preß⸗ „teſt du oft meine Hand und lehnteſt dich „an mich, und auch dadurch ward mir's „kund, du liebteſt mich! Und, o Gun⸗ „hilde, meine Liebe erkaltet ſelbſt im „Grabe nicht!“ So rief der ſchmerzerfüllte Jüngling, ſchlang in heißer Sehnſucht ſeine Arme kräftig um den Sarg, lehnte ſein glühendes Haupt und ſeine ſtürmende Bruſt auf die kalte Todtenbahre der Ge⸗ liebten, tränkte mit einem Thränenſtrome des Sarges ſchwarze Decke und fuhr nach einer Pauſe fort:„O Gunhilde, dein „Herz ſchlug für mich, erhalte mir, du
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