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men, ſteifen, unbehuͤlflichen Menſchen lieber ein Wachslicht nennte.
Die Erfindung der Kunſt.
Dibutates, ein Toͤpfer zu Sicvon, hatte eine Tochter und dieſe Tochter einen Geliebten, wel⸗ chen Verhaͤltniſſe auf laͤngere Zeit von ihr ſich zu trennen noͤthigten. Ihr Herz war deshalb tief bekemmert, ihr Auge ſchwamm in Thraͤnen. In ſo ſchwermuͤthiger Stimmung erblickte ſie, beim Schein einer Lampe, des Geliebten Schatten an der Wand. Mit zitternder liebevoller Hand zog ſie eine Linie, welche dem Umriſſe des Schat⸗ tens folgte.— So entſtand das erſte und zwar ein Schatten⸗Bild. Ihr Vater, der Toͤpfer, belegte es mit Thon und brannte es im Ofen. So entſtand das erſte Hautrelief.
Die geringſte Klaſſe der Kuͤnſtler, die Schat⸗ tenbildner(Silhouetteurs) konnen ſtolz ſeyn auf die Entſtehung der Kunſt, wie ſie wenigſtens Plinius im 35 Buch ſeiner Naturgeſchichte er⸗ zaͤhlt.
Das Salz der Erde.
Wenn große Geiſter das Salz der Erde ſind, ſo iſt es in der That eine weiſe Einrichtung der Natur, daß ſie ſo ſelten erſchei⸗ nen, ſonſt wuͤrde den armen kleinen Geiſtern auch gar zu ſehr das Wallen auf Erden verſalzen.


