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wo moͤglich auch laͤngere Mannſchaften aus⸗ zuheben und unverzuͤglich nach Dresden zu ſen⸗ den. Dem allerhoͤchſten Befehle zu entſprechen, geſchah nun das Aeußerſte, und manche Haupt⸗ leute, die gerade in ihren Compagnieen keine Enacksſoͤhne hatten, ſuchten ſie unter den jun⸗ gen Bauerburſchen ihrer Gegend aufzutreiben und gaben dann, weil ſie erſtere natuͤrlich nicht nach Belieben abſenden konnten, ihren Regi⸗ ments⸗Commandanten im Stillen Nachricht, wo junge Burſche zu finden waren, die das Un⸗ gluͤck hatten, laͤnger als lang zu ſeyn.
So ſchrieb denn auch ein Capitaͤn der damals erſt errichteten Landmiliz, Gotthard Seyfried zu Annaberg, ſeinem gnaͤdigen Herrn Oberſten zu Chemnitz, daß er auf einer Reiſe nach Zwickau, in dem Schoͤnburgiſchen Dorfe Abtei⸗Lung⸗ witß, einen jungen Burſchen auf dem Felde ge⸗ funden, der wenigſtens noch ein Sechszehn⸗ theil uͤber die vorgeſchriebene Laͤnge habe, ſich aber durchaus nicht bewegen laſſe, Dienſte zu nehmen, und doch auch nicht fuͤglich gezwungen werden koͤnne, da er der einzige, die Wirthſchaft fuͤhrende Sohn einer alten Wittwe ſey. Zwar habe der Capitain letzterer die drin⸗ gendſten Vorſtellungen gethan und die anſehnlich⸗ ſten Vortheile verſprochen; allein das Weib heu⸗


