Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1821)
Entstehung
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und muſicirten mit Trommeln und Pfeiflein, alſo daß mir Hoͤren und Sehen verging; denn die Muſik ertaͤubte mich faſt und die Angſt erſtickte mich faſt, denn, hatte ich gleich das Herz nicht am unrechten Flecke, dachte ich doch bei mir ſelbſt: Trimmer halt dich nun ſteif! das gilt deiner Taufen.

Und der Capitain merkte wohl, daß ſo etwas von Seelenangſt in mir vorging, denn er lachte und ſchlug mich derb auf die linke Schulter und ſagte: Nun halte dich tapfer, Trimmer, denn der große Seegott Neptunus verlanget Dein Fell. e li

Ich war wie mit ſiedendem Waſſer uͤbergoſſen, denn ich hatte als Lehrjunge ſchon viel geleſen von der Seetaufe unter der Linie. Doch hatte ich nicht lange Zeit, meine große Verlegen⸗ heit zu uͤberdenken und mir vorzunehmen, was ich thun ſollte und wie ich mich wapnen mochte gegen die rohen Seemenſchen. Denn es that ſich ſchnell auf die Cajuͤtenthuͤre und trat herein der Oberbootsmann, hinter welchem ein großer Hau⸗ fen Matroſen und Seeſoldaten ſtand und ſagtc mit abgenommener Muͤtze zum Capitain, wie daß der großmaͤchtige Seekoͤnig Neptunus ihn vorlade vor ſein Gericht. L

Und als der Capitain freundlich genicket, ſa⸗