Heerde wenig Butter und Kaͤſe gab, truͤbte doch
— 8—
dung war noch etwas in Kaſſe; mehr gab das Verkaufen aller Gemaͤlde, deren er waͤhrend ſeines Aufenthalts in Rom eine ziemliche Men⸗ ge geſammelt hatte, und— wenn er auch ſo manche Madonna, ſo manche heilige Familie mit Wehmuth fuͤr einen Spottpreis hingeben mußte— die ſchoͤnſte Madonna, die heiligſte Familie blieb ihm in Arabella und drei herzi⸗ gen Kindern.— Mit der auf dieſe Art er⸗ worbenen Summe, die wenigſtens fuͤr den Au⸗ genblick aus allen Noͤthen half, ward nun, un⸗ ter dem Vorgeben: daß man Sicilien auf ei⸗ nige Zeit beſuchen wolle, ganz im Stillen in
eines der abgelegenſten Thaͤler Tyrols gezogen,
eine Alp⸗Wirthſchaft gekauft und nun erſt das
aͤchte Idyllenleben begonnen. Maler Max
— wie dort der liebeſelige Trotzkopf ſich nann⸗ te— malte nun fuͤr Geld Heiligenbilder und Feldmarſchaͤlle, Hofrrſche Sandwirthe und Ty⸗ roler Waſtel; Arabella aber— in den Appe⸗ ninen geboren und erzogen— war leicht in den Alpen zu Hauſe, ward bald die gelehrigſte Sennhirtin und machte durch unendliche Liebe ihren Mar zum glücklichſten Schaͤfer.— Ging es auch nicht ſelten etwas knapp her, wenn das
arme Alpenvolk nicht viel malen ließ oder die
„—


