ſend Vorwuͤrfe uͤber ſeine unſinnige Liebe und tauſend Drohungen mit gaͤnzlicher Ungnade, ja ſogar mit Enterben, wenn er nicht augenblick⸗ lich heimkehre— ohne— das war die Con- ditio sine dqua non— ohne die ro⸗ miſche Zitronen⸗Jungfer; denn daß dieſe ſchon in den hochfreiherrlichen Stamm⸗ baum eingeſchwaͤrzt ſeyn koͤnne, das ahnete, das glaubte man nicht.— Ungluͤcklicher Weiſe fiel der elterliche Fehde⸗ brief in Arabellens Haͤnde, waͤhrend der Baron an Tivoli's Cascadellen ſich erging, den Odem der Freiheit zu ſchoͤpfen, an welchem er denn doch bisweilen etwas ſchwer zu ziehen hatte, wenn er aus dem idylliſchen Bauerhauſe durch das Telescop der Phantaſie in die Burg des Reichsfreiherrn von Mordar blickte- Statt, wie gewoͤhnlich, mit Umarmung und Kuß, empfing ihn diesmal, als er heimkehrte, mit Thraͤnen und Seufzern Arabella, zeigend auf den Ungluͤcksbrief, als ihres Jammers fuͤrch⸗ terlichen Born. Der Baron las, und ſo viel Thraͤnen in Arahellens Augen, ſo viel Schwu⸗ re auf ſeinen Lippen: ſein ehelich Gemahl, wie ſeine herzigen Kindlein, nicht zu laſſen in Noth und Tod.— Deß zum Beweiſe ließ er noch in derſelben
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


