Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1821)
Entstehung
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voon des Barons Freunden und Bekann wohl ſein Verraͤther ſeyn moͤgen! Zwar fanden

das hatte mathematiſche Gewißheit fuͤr ihn, der nur zu gut der gnaͤdigen Eltern Grundſaͤtze im Punkte des Stammbaums kannte. Nun war aber Arabella nicht nur ein Kleinod, um wel⸗ ches er letztern herzlich gern mit tauſend Freu⸗ den haͤtte opfern wollen, ſondern er hatte auch dieſes Kleinod bereits ſo feſt ſich angeeignet, daß er, von Pflicht und Liebe gebunden, nur mit, nie ohne Arabella die Burg ſeiner Vaͤ⸗ ter betreten konnte.

Seit lange nehmlich war ſie ſein braves Weib, und ein herrliches Kleeblatt, zwei Kna⸗ ben und ein Maͤdchen, Kinder wie Engel, die Frucht ſeiner heimlich geſchloſſenen Ehe. In Rom ſelbſt munkelte man nur davon; denn der Baron hatte Arabellen bei einer Baͤuerin in der Gegend von Tivoli eingemiethet, wo ſie, unter der Aegide der tiefſten Einſamkeit, nur ihm und den Zeugen ihrer Liebe lebte. Der Heimath aber blieb Alles Geheimniß; denn wer ten haͤtte

die gnaͤdigen Aeltern Haͤnschens gar zu langes Verweilen in Rom bisweilen wohl ſonderbar und mahnten oft ſtuͤrmiſch an die Heimkehr, nicht ohne die nachdruͤrklichſten Andeutungen, daß es endlich Zeit ſey, den freiherrlichen