Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1821)
Entstehung
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Tage das Eſſen hineingeſchoben und auch wie⸗ der weggenommen wurde, ohne daß er ſich umſah, wer es brachte und worin es beſtand. Der Fall war deshalb nichts weniger, als ſel⸗ ten, daß er Abends ſchon nicht mehr wußte, was er Mittags gegeſſen hatte. Eiinſt beſuchte ihn ein fremder Gelehrter, den ein Hund begleitete. Es war gerade Tafel⸗ zeit. Vieta trat mit dem Fremden in ein Fen⸗ ſter und ſprach viel uͤber ein Problem, das Hadrianus Nomanus allen Mathematikern Eu⸗ ropens zur Auflöſung vorgelegt hatte. Indeß ward, wie gewoͤhnlich, das Eſſen gebracht, und auf den Studirtiſch geſetzt, ohne daß Vieta die mindeſte Notiz davon nahm. Deſto mehr aber intereſſirte ſich dafuͤr der Hund des Fremden, welcher, waͤhrend ſein Herr und Vieta in die Tiefen des mathematiſchen Problems ſich ver⸗ loren, die Tiefe des vollen Tellers zu Tage foͤr⸗ derte, und dann ruhig unterm Ofen ſein Mit⸗ tagsſchlaͤfchen hielt.

Als endlich, nach langen Geſpraͤchen, der

päpſtlichen Stuhle nicht angenommen ward. Vieta ver⸗ ſtand ſich unter andern auch vorzüglich auf die Dechifrir⸗ kunſt, ſo daß man oft glaubte, er ſtehe mit dem Teufel zm Bunde. Seine Schriften ſind ſelten, weil er ſie nur

an Freunde vertheilte. Er ſtarb 1605.