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ſagen werde. Denn damals war den Hofpre⸗ digern noch gegeben Macht und Gewalt, zu richten die Sitten der Hoͤfe und es iſt nie er⸗ hoͤrt worden, daß derſelben Einer am Herzdruͤk⸗ ken geſtorben.
Um alſo dem gedachten Hofprediger Still⸗ ſchweigen zu empſehlen, oder, altdeutſch geſpro⸗ chen, das Maul zu ſtopfen, befahl der Faͤrſt, einen feiſten Ochſen, den man, mit Band geputzt, und auf den Hoͤrnern vergoldet, zum Faſtnachtſpaß durch die Stadt gefuͤhrt hat⸗ te, endlich zum Hofprediger zu fuͤhren und dort ſtehen zu laſſen, als ein Zei⸗ chen fuͤrſtlicher Gnade.
Der Sonntag kam, und alle Welt ſtroͤmte in die Kirche, zu hoͤren, wie der Hofprediger abkanzeln wuͤrde den Hof ob der Freuden der Faſtnacht. Der Hofprediger aber, des feiſten Ochſen daheim wohl eingedenk, ſchwieg weislich uͤber Alles.
Das nahm ſich ad notam der Stadtdia⸗ konus, welchem kein Ochſe zugefuͤhrt worden
war, beſtieg, darob erbittert, die heilige Staͤtte,
eroͤffnete ſeinen Vortrag mit den Donnerworten: Wenn der Schloßochſe nicht will brum⸗ men, ſo muß der Stadthund bellen, und zog nun zu Felde, mit allen Waffen ſeines


