— 237—
anfangs iſt zu Hofe des Ohrenblaſens, Schmei⸗ chelns, Verfuͤhrens, Zeitvertreibs von hohen, mittlern und geringen Bedienten kein Ende noch Ziel; jeder ſuchet bei dem Prinzen zu dem⸗ jenigen eine Liebe zu erwecken, wovon er kuͤnf⸗ tig Nutzen zu ſchoͤpfen gedenkt.
Da werden in des Prinzen ſeinem Gemach ſchon einige Haſen gehetzt und das Waldhorn geblaſen, um demſelben Luſt zur Jaͤgerei zu machen— da macht man Hunde zu Pferden, um demſelben den Marſtall zu recommandi⸗ ren— da muß er das A. B. C. auf Patron⸗ taſchen lernen, im Buchſtabiren die mit Buch⸗ ſtaben gezeichneten Soldaten muſtern, in der Hoſſnung, daß der Prinz ein Soldaten freund werde— zu eben dem Ende muß der lhebe heilige Chriſt Piſtolen, Chabraken, Degen, Feld ſtuͤkchen u. ſ. w. beſcheren— da bitten die Komoͤdianten, Operiſten, Gaukler und andre den Prinzen ſich zum Zuhoͤrer und Zuſchauer aus, daß er ſich in dergleichen Dinge von Iu gend an verliere und verliebe.— Der Hof⸗ marſchall laͤßt eine Glaͤßerbibliothek zu des Prinzen Geſundheittrinken ſammeln— die Hof⸗ junker, Kammerherren und andre reden von nichts, als von Galanterieen, wohl gemachten Kleidern und Stoffen u. ſ. w.— da wird zu
„
14 f⸗


