tauſend Thraͤnen gluͤckwuͤnſchend entgegen,— da holen blumenſtreuende Maͤdchen ihn ab in die Kirche,— Geiſtlichkeit, Honoratioren, und Rath an der Spitze, der Jubilirende, wie ein armer Suͤnder, in der Mitte,— da ſpricht man von heiliger Staͤtte ehrenreiche, aber herzzerſchnei⸗ dende Worte ihm ins Geſicht, und fuͤhrt ihn dann— gleich dem, der Pardon erhalten hat, — mit rothgeweinten Augen, an Armen und Beinen zitternd vor Ruͤhrung, in die Heimath,
woo ein neuer Gratulations⸗Sturm ſich erhebt.
Iſt aber dieſer endlich uͤberſtanden, und der Jubelgreis rein erſchoͤpft an Erwiederungen des Dankes und der Freude, ſo beginnet nun erſt ein foͤrmliches Ruͤtteln an dem alten Lebens⸗ Gehaͤuſe.— Man ſetzt ſich zur Tafel.— Dieſe bricht faſt unter der Laſt der Dinge, die da netzen ſollen die Lippen, letzen die Zunge, ergoͤtzen den Gaumen, illuminiren den Kopf, erleichtern das Herz und— beſchweren den Magen.— Der Jubelgreis hatte bisher ſo ſei⸗ nen Eß⸗ und Trink⸗Katechismus, deſſen heilige zehn Gebote, wollte er wohl ſich befinden, nicht im Mindeſten uͤbertreten werden durften. Auch jetzt, an der reich beſetzten Tafel, will er ſich gleich bleiben, aber— man beſtuͤrmt ihn mit Bitten, man will doch die Koͤſtlichkeiten aller Art nicht


