Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1821)
Entstehung
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enicht gefängen geweſen waͤre, wie die Maus

im Bade.

Nachdem man aber den armen Grunau lan⸗ ge genug hatte zappeln laſſen, zog man ihn, wie einen umſchnuͤrten Koffer, durch die Schieß⸗ ſcharte herein und befreite ihn endlich aus ſei⸗ nen Rettungs⸗Stricken und Banden.

Da hub der Page faſt ſehr zu wei⸗ nen an, warf ſich ſeinem gnaͤdigſten Herrn zu Fuͤßen, bat, ſeiner Laſterhaf⸗ tigkeit wegen, wie daß er uͤber den Durſt getrunken, um gnaͤdigſten Par⸗ don, der ihm darauf auch mit ſonder⸗ licher Clemence gegeben ward, und verſprach, hinfort ſchlafen zu gehen durch die Kammerthuͤren, nicht aber durch Schießſcharten.

Deerr Kurfuͤrſt ſelbſt befahl nachher, die Fel⸗ ſenkante, wo Grunau den Rauſch verſchlafen hatte, kuͤnftig das Pagenbette zu nennen, und des Kurprinzen Gemahlin berichtete eigen⸗ haͤndig dieſe intereſſante Anekdote an ihre köͤ⸗

niglichen Aeltern in Daͤnemark.

Der gute Grunau aber mußte, ſo lange er am Hofe war, das Pagenbette, wie man zu ſagen pflegt, auf jedem Biſſen Brod hoͤren. In den Curiosis Saxonicis von 1736 erſchien

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