Teil eines Werkes 
3. Bd. (1861)
Entstehung
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welche ſie ihrer Aufregung verdankte. Mit dem Gedanken an die Gefahr und die mögliche Rettung an die unvergeßlichen Weſen in der alten Heimath verknüpfte ſich eine unbeſtimmte Vorſtellung von Ver⸗ ſöhnung mit ihrem Bruder. Welcher Hader, welche Härte, welches Mißtrauen kann fortbeſtehen Ange⸗ ſichts einer großen Gefahr, wenn alle die künſtlichen Ueberkleidungen des Lebens dahin und wir allein ſind bei einander mit den urſprünglichen Bedürfniſſen ſterblicher Weſen? Maggie fühlte dies in der Kraft ihrer wieder auftauchenden Liebe gegen den Bruder, welche alle ſpäteren Eindrücke von bitterer Kränkung und Mißverſtändniß verwiſchte und nur Raum ließ für die tiefen, unerſchütterlichen Erinnerungen ihrer früheren Einigkeit.

Aber nun tauchte in der Ferne eine große ſchwarze Maſſe auf, und Maggie konnte in ihrer unmittel⸗ baren Nähe die Flußſtrömung unterſcheiden. Die dunkle Maſſe konnte nichts anderes ſein, als St. Oggs. Jetzt wußte ſie, in welcher Richtung ſie ſich nach den wohlbekannten Bäumen, den grauen Weiden, den vergilbenden Kaſtanienbäumen und dem darüber hinausragenden Dach umſehen mußte. Aber es ließ ſich noch keine Farbe, keine Form unterſcheiden; Alles ſchwamm unbeſtimmt im Grau. Die Span⸗ nung ſteigerte ſich und ihre Kräfte legten zu, als hätte ihr Leben Vorräthe aufgehäuft, die ohne Rück⸗ ſicht für die Zukunft in dieſer einzigen Stunde ver⸗ braucht werden ſollten.

Sie mußte ihr Boot in die Strömung des Floß bringen, da ſie ſonſt nicht in den Ripple gelangen und der Mühle nahen konnte. Dies war der de⸗