Erſtes Kapitel. Ein Duett im Paradies.
Das ſchön möblirte Beſuchzimmer mit dem offe⸗ nen prächtigen Piano und der angenehmen Ausſicht über den Garten nach dem Boothaus am Floß⸗ ufer hinunter gehört Mr. Deane. Das hübſche kleine Frauenzimmer in Trauer, deſſen lichtbraune Locken auf die bunte Stickerei niederfallen, mit wel⸗ cher ſich ihre Finger beſchäftigen, iſt natürlich Lucy Deane; und der ſchöne junge Mann, der ſich von ſeinem Sitz niederbeugt, um eine Scheere gegen das ſehr abgeſtutzte Geſicht eines zu den Füßen der Dame liegenden langhaarigen Wachtelhündchens ſchnappen zu laſſen, iſt Niemand anders, als Mr. Stephen Gueſt, deſſen Diamantring, Roſenduft und unbekümmerte müßige Haltung um die zwölfte Stunde des Mit⸗ tags als das anmuthige und wohlriechende Reſultat der größten Oelmühle und des ausgedehnteſten Werfte⸗ platzes von St. Oggs betrachtet werden mögen. Es liegt augenſcheinlich etwas ungemein Ordinäres in dem Scheerenſpiel; aber der ſcharfſichtige Beob⸗ achter bemerkt mit Einemmal, daß eine Abſicht da⸗


