Teil eines Werkes 
Bd. 2König Jerôme's Carneval : geschichtlicher Roman ; in drei Theilen : Th. 1 (1855)
Entstehung
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unterwarf ſich dem kaiſerlichen Bruder. Er wurde jetzt zum Schiffscapitän befördert und nach Genua geſchickt, das ſich unter den Schutz Frankreichs geſtellt hatte. Le Camus, der treue Rathgeber und Nothhelfer, übernahm es, die ſo geſchiedene Frau nach England zu bringen, wo ſie in der Nähe von London mit einem Söhnchen nieder⸗ kam, das auch Jeröme getauft wurde, ſodaß ſie doch mit einem Jeröme wieder nach Baltimore zurückkommen konnte. Vielleicht war ihr ſogar das Jerömechen lieber als der Jeröme.— Für all' dieſe guten Dienſte wurde nun Le Camus zum Grafen erhoben, und— hören Sie, wie artig! Als Jeröme im vorigen December zuerſt nach Caſſel kam, war kurz vorher der letzte Abkömmling der begü⸗ terten Familie Diede zum Fürſtenſtein mit Tode abge⸗ gangen und die ſchönen Beſitzungen dem Lande heim⸗ gefallen. Jeröme ordnete zum Chriſtfeſt auf deutſche Weiſe einen Chriſtbaum an und beſcherte ſeinen Günſtlingen einzelne Beſitzungen jener reichen Hinterlaſſenſchaft. Unter ihren Couverten fanden ſie beim Feſtſchmauſe ihre gräf⸗

lichen und freiherrlichen Diplome. Wie lieb! Nicht wahr?

Sehen Sie, nun möchten gern einige dieſer Männer in ihren hohen deutſchen Namen ein wenig deutſch erſcheinen. Beſonders gefällt ſich dieſer Fürſtenſtein darin, nicht blos deutſch betitelt, ſondern für ein deutſches Original zu gel⸗ ten, und ſchließt ſich gern den Deutſchen an. Der König begünſtigt dieſe Richtung und ſucht ſich die Sprache an⸗ zueignen, wie er es auch der erſten weſtfäliſchen Depu⸗ tation in Paris verſprochen hat. Dabei, ſehen Sie, müſ⸗ ſen wir dieſe Leutchen faſſen und für unſere deutſchen Abſichten von der Seite benutzen, wo ſie ganz nichts⸗

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