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Sophie Printems. 1. Bd.
Entstehung
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und in Haaren,— will man dieſes Lächeln der Natur in einem menſchlichen Munde, dieſe ruhige Heiterkeit in einem menſchlichen Lächeln, dieſe Durch⸗ ſichtigkeit der Luft in der Reinheit eines menſchlichen Teints,— kurz, will man dieſe Natur voll ange⸗ borener Poeſie, voll natürlicher Koketterie, voll keuſcher Expanſion mit ihrem Sange, ihren Wohlgerüchen, ihrem Glanze und ſelbſt mit ihren Schatten in einem Weibe wieder finden, ſo folge man mir und begleite mich in das erſte Stockwerk des Hauſes hinauf, wo man dieſe glorioſe Landſchaft vor ſich liegen hat; man trete in dieſes Zimmer und ſchaue mit mir das Mädchen an, das, neben dem Fenſter ſitzend, in einem Buche liest oder vielmehr zu leſen glaubt.

Wie heißt ſie? Oh! ihr Name hat etwas unge⸗ mein Friſches und lieblich Duftendes: ſie nennt ſich Sophie Printems.

Wie alt iſt ſie? kaum erſt achtzehn Jahre.

Wacht ſie oder ſchläft ſie? Iſt ſie auch nur am Leben? Man möchte die Frage unentſchieden ſein laſſen, ſo unbeweglich, ſo zart gebaut, ſo blaß iſt ſie. Man möchte ſagen, daß der Körper ihr bloß geſchenkt worden, um ihrer Seele Gelegenheit zu geben, ſich ſehen zu laſſen.

Man ſehe einmal, wie traurig das ſchöne Kind iſt. Sie träumt, ihrer ganzen Länge nach in einem großen Lehnſeſſel ausgeſtreckt; auf ihren Knien ruht ihr Buch, auf ihrer linken Hand ihr Kopf, und zwar ohne jene zu ermüden; ihr Auge iſt auf etwas ge⸗ heftet, was ſie nicht ſieht.

An was denkt ſie aber? Das werden wir viel⸗

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