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Dieſer merkwürdige Kopf war getragen von einem mageren Halſe, in deſſen Mitte der ſogenannte Adams⸗ apfel höckerartig hervorſtand, ſo lange ſein Eigner ſich ruhig verhielt; ſobald aber derſelbe ſprach oder etwas verſchluckte, ſchien dieſer Höcker Leben zu be⸗ kommen und bewegte ſich mit wunderbarer Geſchwin⸗ digkeit von oben nach unten.
Noch gebe man Ivarius Schnallenſchuhe, aſch⸗ farbene Strümpfe, eine myrtengrüne Kniehoſe, eine ditto Weſte und einen ditto Frack— Kleidungsſtücke, deren Alter ſich durch eigenthümliche weiße Reflexe verräth—, und man hat phyſiſch den Menſchen voll⸗ ſtändig. 3
Daraus daß Ivarius nur alte Kleidungsſtücke trug, darf man jedoch nicht ſchließen, daß ſein Herr ihm aus Geiz keine andern angeſchafft habe; es ſoll der Leſer dadurch bloß erfahren, daß Ivarius ein ſparſamer Menſch war, ſowie daß er, der exceptionelle Diener, von der Anſicht ausging, daß es nicht erlaubt ſei, das Geld eines Herrn zu ſo eitlen Dingen, wie Kleidungsſtücke, zu verwenden, während es unend⸗ lich beſſern Zwecken dienſtbar gemacht werden könne.
Dieſe einzige Reflexion läßt den Leſer einen tie⸗ fen Blick in den Charakter des Ivarius thun, und da wir nun ſchon einmal angefangen haben, das moraliſche Porträt zu ſkizziren, ſo wollen wir, ſofern es dem Leſer genehm iſt, es auch ausmalen.
Es war Jvarius im vollſten Sinne des Wortes eine ehrliche Haut. Schon ſo lange war er in des Arztes Dienſten, daß er ſich der Zeit vor ſeinem Eintritt in Servans' Haus gar nicht mehr zu erin⸗ nern vermochte, oder richtiger geſagt, es ſchien ihm,


