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ſicht einiger ſeiner Mitbürger zwar vollkommen, that aber dennoch nichts, um dieſelbe zu entkräften, ſei es daß ſie ihm bei ſeiner Thätigkeit nützlich däuchte, ſei es daß ſie wirklich gegründet war. Nicht ſelten kam es vor, daß die Leute, die Augen weit öffnend, zu ihm ſagten: 3
„Herr Doctor, es heißt, Sie geben ſich mit über⸗ natürlichen Dingen ab?“
Worauf der Arzt lächelnd zu antworten pflegte: „Laſſet die Leute ſchwatzen,“ und die Unterhaltung ohne Weiteres auf einen andern Gegenſtand lenkte.
Indeſſen rechtfertigte das Leben des Arztes ſolche Vermuthungen in keiner Weiſe; auch befand ſich in ſeinem Hauſe nichts Phantaſtiſches als die Mager⸗ keit ſeines Dienſtboten.
In der That, es war die Magerkeit des Ivarius — ſo hieß der Bediente des Arztes— etwas Phä⸗ nomenales, etwas noch nie Dageweſenes.
Er war groß, und zwar ſchien er wegen der Dünne des Leibes, der Arme, der Beine noch ein⸗ mal ſo groß zu ſein, als er in Wirklichkeit war. Aus der Biegſamkeit ſeines ganzen Leibes war ein Schwanken des oberen Theiles hervorgegangen, nicht unähnlich dem der Pappeln, deren Wipfel unaufhör⸗ lich ſich hin- und her bewegt. Was Jvarius' Füße betrifft, ſo waren ſie ſelbſt im Vergleich mit der Größe ihres Beſitzers allzu lang; man hätte glauben können, es wolle der Leib, da er ſich in perpendicu⸗ larer Linie nicht länger fortzuſetzen wage, die ihm von den Füßen gebotene Gelegenheit nützen, um ſich in horizontaler Richtung fortzuſetzen. Ohne ſich zu bücken, hätte Ivarius ſich ganz bequem am Knie


