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Diana von Lys : Roman / von Alexander Dumas dem Jüngeren. Deutsch von Chr. Fr. Grieb
Entstehung
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Iſt das Dein Ernſt?

Welches Intereſſe hätte ich, Dich zu täuſchen? Uebrigens, fuhr Paul fort,hatte ich noch einen Grund, auf ein Liebesverhältniß mit der Marquiſe mich nicht einzulaſſen.

Darf ich denſelben vielleicht wiſſen?

Mein Gott! ja; es war die Verſchiedenheit un⸗ ſerer beiderſeitigen Stellung. Die Marquiſe war eine zu vornehme Dame; nimmermehr hätte ſie die Vertraute meines Künſtlerlebens werden können, und vielleicht wäre am Ende ihre Liebe zu einer De⸗ müthigung für mich geworden. Ganz davon zu ſchweigen, daß, wenn dieſes Liebesverhältniß bekannt geworden wäre, man gewiß behauptet hätte, es ſei von meiner Seite bloße Spekulation. Man muß die Leute in ihren gegenſeitigen Sphären ſich lieben laſſen. Ich bin zu arm, als daß ich der Geliebte einer Marquiſe ſein könnte.

Dieſer Gedanke verräth eine edle, ſtandhafte Seele; Du biſt der Alte geblieben.

Und zu gleicher Zeit drückte die Unbekannte un⸗ ſerem Maler die Hand.

Du haſt wohl gethan, fuhr ſie nach einigen Secunden fort,und es freut mich, Dich alſo ſpre⸗ chen zu hören.

Du liebſt mich alſo?

Ja, und zwar von ganzer Seele.

Und Du wirſt mir das beweiſen?

Sobald ich gewiß bin, von Dir geliebt zu werden.

Wohlan dennl ich liebe Dich.

Nicht wahr, wie man auf einem Maskenball

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