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Diana von Lys : Roman / von Alexander Dumas dem Jüngeren. Deutsch von Chr. Fr. Grieb
Entstehung
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Gewiß biſt Du ſchon, verehrter Leſer, in Geſell⸗ ſchaft wenigſtens einer jener unbeſtreitbaren Schön⸗ heiten begegnet, die ihrer ſelbſt gewiß und ſo ſind, wie man ſich Königinnen vorzuſtellen pflegt; denn die Phantaſie des Menſchen liebt es, die Majeſtät des Rangs durch die Majeſtät des Geſichts zu vervoll⸗ ſtändigen. Kommen ſolche Frauen in einen Salon herein, ſo ſagt man unwillkührlich zu ſeinem Nach⸗ bar:

Sehen Sie einmal den ſchönen Kopf!

Und der Nachbar, an den man ſich wendet, ant⸗ wortet, da er faſt immer nur ein gewöhnlicher Menſch iſt, mit jener herkömmlichen Phraſe, welche ihm alle Bewunderung enthält:

In der That, es iſt dieſer Kopf eine wahre Studie.

Eine wahre Studie! Mit andern Worten, eine gerade Naſe, große Augen, ein regelmäßiges Profil, ein halboffener Mund mit bogenförmig gekrümmten Lippen, weiße Zähne, ein Hals ſo rund wie eine Marmorſäule, und irgend eine Draperie über den Reſt her; Alles das recht ruhig, recht kalt, recht empfindungslos, recht ſeelenlos, recht leidenſchafts⸗ los, recht geiſtlos und in Wahrheit recht geeignet, als Modell zu einer mit zweierlei Stiften auszufüh⸗