Teil eines Werkes 
9. Bd. (1852)
Entstehung
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Stimme, ohne muſtkaliſches Gefühl, aber ſie nahm Antheil an unſern Uebungen und nützte durch ihr vor⸗ treffliches Pauſiren. Sie, die ein Recht hatte, die Zerſtreuteſte von Allen zu ſein, zählte am beſten. Olga hätte nun Gelegenheit gehabt, lebendig zu werden. Jene Melanie wurde erwähnt, die ſie ſelbſt in ihren Briefen als letzte Zuflucht jenes von ihr in ſo grellen Farben geſchilderten Egon bezeichnet hatte. Sie hätte doch ausrufen müſſen: Alſo wirklich iſt Melanie die Fürſtin von Hohenberg? Wie kam Das? Wie war Das möglich? Um Melanie dieſe Bewe⸗ gung hier auf der Landſtraße? Um ſie dieſe trap⸗ pelnden Pferde, dieſe rollenden Reiſewägen, dies De⸗ tachement Dragoner, das ſich auf der Straße bis Hohen⸗ berg vereinzelt zu poſtiren ſcheint? Um Melanie dieſer Staub, der glücklicherweiſe uns hier unter dem Pa⸗ villon nicht erreicht? Nichts von alle Dem. Sie hörte nur, wickelte an der Zwirnrolle, las eine Weile im Buche, hörte den Verhandlungen Anna's mit der zuweilen Raths erholenden Dienerſchaft zu, folgte alle Dem, was ſie da vernehmen konnte, aber ſelbſt ſchwieg ſie. Sie ſchwieg zur lauten Erörterung manches Bil⸗ lets, das von der Stadt kam. Frau von Dahlen entſchuldigte ihr Ausbleiben bei der Akademie. Frau Gräfin Mäuſeburg im Gegentheil verſprach nächſtens