auf, die die Geſchichte erzählen. Wo ich hinblicke, Diſſonanz! Menſchen, die man liebt, niedergeſchmet⸗ tert von jenem Blitzſtrahl des Himmels, den frevelnde Menſchenhände wie einſt Prometheus meiſt nur ge⸗ ſtohlen haben, um das Schickſal nachzuäffen. Nero, Alba, Philipp, Das iſt bekannt, Das iſt von Allen verflucht— nein aber auch die glücklichſten Zeiten wimmeln von Schmerzen und grauſamen Irrthümern. Soll Das ewig bleiben? Ewig? Nichts uns gewiß, als der ungewiſſe Blick empor und das dunkle, räth ſelvolle, ewig ſtille Grab?
So klagt der Gefangene... Sein Auge kann das gräßliche Bild nicht mehr bannen. So lieblich die Sonne ſcheint, ſo blau der Himmel, ſo troſtreich ihm anfangs der Blick über Wall, Fluß und Städt chen war, er konnte nicht mehr an's Fenſter treten. So blieb er den Tag über... Gegen Abend erinnert ihn der täglich wechſelnde Gefängnißwärter, heute ein ſteinalter Invalide, an ſeinen vergeſſenen Spaziergang Der Major lehnt ihn ab. Der Wärter ſoll gehen. Es iſt Abend geworden... Der Alte im weißen Barte, die Bruſt mit Ehrenbändern geſchmückt. bleibt ſtehen...
Es wünſcht Sie Jemand zu ſprechen, Herr Ma jor—


