fahren der freien Selbſtbeſtimmung. Der ſchnell ge— wonnene Freund und Gönner zeigte ſich ſo voll An— theil, blickte ſo frei uͤber die Widerſprüche des Lebens hinweg, hatte ſo von jeder Meinung und Ueberzeu⸗
gung, die in ihm lebte, die ſchroffen Kanten und Ecken
des Vorurtheils und des Egoismus abgeſchliffen, daß ihn Siegbert den Brief ſeines Bruders leſen ließ und in das Geheimniß des, Bundes vom vierblättrigen Kleeblatt einweihte.
Dyſtra erſtaunte. Er gedachte ſeines eignen Tem⸗ pelſteins und wie er an deſſen Ruinen das dreiblättrige Kleeblatt am Kreuze oft genug beobachtet hätte. Er war erfüllt von der Bedeutſamkeit dieſer Mittheilung und äußerte, ehe er zuſtimmte, faſt erſchrocken:
Ein Vierblatt iſt ſelten, mein Freund!
Selten iſt alles Neue und Große! antwortete Sieg⸗ bert, von dem Wirken ſeines Bruders ergriffen, er⸗ ſchüttert von Werdeck's Schickſal, das ihm Thränen abgewann...
Ernſt und in Gedanken verloren prüfte Otto von Dyſtra die empfangene Mittheilung. Schon zitterte Siegbert, daß er hier eine Uebereilung zu bereuen hätte, ſchon wollte er Dyſtra beſchwören, ihm, wenn nicht Uebereinſtimmung, doch Verſchwiegenheit zu ge⸗ loben, als der Baron das Wort ergriff:


