Teil eines Werkes 
7. Bd. (1851)
Entstehung
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Wildungen, der Treueſte, der mich nicht verlaſſen hat, wie Egon. Egon handelt entſetzlich an uns. Er be⸗ hauptet, der Freundſchaft genügt zu haben. Er behaup⸗ tet, daß er in Warnungen ſich erſchöpft hätte. Egon droht uns! Egon droht ſeinen Freunden! Der Fürſt iſt Fürſt und ich bin ein Bettler. Aber ich glaube jetzt Rechte gefunden zu haben auf den deutſchen Boden. Ich fühle die Verwandtſchaft mit Oleander, ja ſogar mit einer Heldenſeele, Jagellona von Werdeck, ich bin kein Fremdling mehr in dieſen Landen. Doch, was unterhalt' ich, quäl' ich Sie mit Dingen, theure Fran⸗ ziska, die dieſen Winter mich außer Athem und Be⸗ ſinnung brachten! Ich kann nur einen kurzen Gruß vielleicht einen ewigen Abſchied ſenden. Die Zeit, die Stimmung, die Ruhe fehlen, um meiner minder ge⸗ wandten Feder Raum zu laſſen, in meiner unſichern Mut⸗ terſprache daſſelbe zu ſagen. Die deutſche Sprache iſt jetzt faſt meine Mutterſprache. Vergeſſen Sie mich, wenn es ſein muß! In großer Bedrängniß Ihr Louis Armand.

Ackermann ſah mit tiefſtem Antheil Franziska's Verzweiflung.

Was iſt ihm geſchehen? Was kann ihm drohen? rief ſie.

Selma, die ſelbſt weinte, ſuchte zu tröſten.

Aber Heuniſch, der Jäger, der eben dazu kam, ſtörte allen Troſt.