Teil eines Werkes 
7. Bd. (1851)
Entstehung
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in der Selma, konnte ter be⸗ yriſche

wei⸗ ragte, wort. inder,

ein offener Bruch, offene Feindſchaft zwiſchen Men⸗ ſchen, die ſich liebten, zu lieben vorgaben, auch Das iſt eingetroffen und irgend ein gewaltſamer Zuſammen⸗ ſtoß ſcheint ſo unvermeidlich, daß ich Ihnen ſchreibe und Sie bitte: Liebe Franziska, Sie kennen die innige herzliche Verehrung, die ich für Sie hege und die nur mit meinem Leben erlöſchen wird. Was mir auch ge⸗ ſchehen möge, was Sie auch von mir hören dürften, rechnen Sie auf meine treue Anhänglichkeit! Ach, ich fühle nun wohl, was mich gehindert hat, Ihnen Alles zu ſagen, was in meinem Herzen für Sie ſchlummerte und was erſt jetzt, wo ich ſo großen Gefahren aus⸗ geſetzt bin, ganz erwacht iſt! Jetzt, an der Grenze meiner Freiheit, ſag' ich Ihnen, geliebte Franziska, daß ich in Ihnen ſo viel Güte und Reinheit der Seele gefunden habe, wie nur in meiner vergeſſenen, von Egon gemordeten Schweſter. Iſt Das nicht grauſam, jetzt ſo zu ſprechen! Jetzt, geliebte Franziska, wo ich Denen, die mich lieben, nur Kummer bereiten kann? Vergeben Sie mir! Werden Sie wirklich die Gattin des guten, Ihrer Liebe würdigen, reichen Heinrich Sandrart, dann vergeſſen Sie meiner. Ich gedenke Ihrer ewig und werde nie zürnen, wenn Ihr Herz ſeinen höhern Pflichten folgt. Ich ſchreibe das Alles

aus meiner innerſten Seele, die Feder führt Siegbert 31*