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die Hühner, denen recht der Kamm gewachſen war und legten Eier hier und dorthin. Es war eine luſtige Jagd für Selma und Franziska, immer zu ſuchen, wo die Hennen ein ſtilles Plätzchen gefunden hatten. Und dabei ſchmückte ſich der Fliederbaum um das Wohnhaus, die Laube bezog ſich mit grünen Knospenaugen, die Sträucher im Garten ſchienen hör⸗ bar zu wachſen... der Ullagrund ſo lauſchig abwärts geneigt, die Ulla ſo munter und geſchwätzig, der Wald, die Höhe, der Blick nach Pleſſen, das Schloß von Hohenberg, Alles ſo verzaubert, ſo belebt, ſo neu, — wo war der Winter geblieben? War Das nicht Alles faſt wieder ſo, wie Selma und der Pater es im Sommer fanden und er ihr geſagt hatte, als ſie am Kirchhofe die Inſchrift auf dem Grabe der Fürſtin Amanda geleſen hatten: Kind, wir wollen hier bleiben, wollen hier unſre Hütten bauen!
Auch der April mit ſeinen kleinen Launen und winterlichen Rückfällen war faſt vorüber, als Acker⸗ mann eines Tages durch den Juſtizdirektor von Zeiſel mit der Nachricht überraſcht wurde, Fürſt Egon wollte, um ſich von den Anſtrengungen des Winters zu er⸗ holen, einige Tage auf ſeinem väterlichen Schloſſe zubringen. Mit dieſer Mittheilung gerieth der ſonſt ſo ruhige, ſich ſelbſt beherrſchende Mann in namenloſe


