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lichen Platze. Er nahm allmälig den Glauben an, daß er unentbehrlich, nie zu erſetzen wäre. Er fragte oft: Wer nach ihm kommen könnte? Er glaubte dem Staate eine Verlegenheit zu erſparen, indem er an einer Stelle blieb, deren Rückſichten ihn ſelbſt gänzlich ummodelten. Erfüllte ihn zuweilen der Unmuth über das Mislingende auch zu bitter, ſo durft' er dem Ge⸗ danken an ein Zurückziehen ſchon um Derentwillen nicht nachgeben, die ſich darin gefielen, mit ihm die Macht zu theilen, ihm ſchmeichelten und ſich dafür wieder von den Andern ſchmeicheln ließen. Denn kleine Er⸗ höhungen werden meiſt immer durch tiefe Erniedri⸗ gungen erkauft.
Fürſt Egon war wie alle Staatsmänner von einer mit der Zeit immer mehr ſich einwurzelnden überreiz⸗ ten Empfindlichkeit. Er ſah viel altes Schlimmes, von dem er mit reinſtem Bewußtſein ſagen konnte: Du haſt ihm jetzt abgeholfen! Die Erfolge, die er täglich im Kleinen erlebte, übertrug er auf das Ganze und Große und war ein Fanatiker in dem Glauben an ſeine Unfehlbarkeit. Die neuen Kammern waren, gegen ſeine urſprüngliche Abſicht, nichts als Vertreter der Geld- und Vermögensintereſſen geworden. Sie gehorchten ihm in allen Hauptfragen, während ihr Widerſpruch in kleinen ihnen nur den Schein gab,


