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heit litt ich an einer grenzenloſen Eitelkeit. Nichts V
lieber trug ich als koſtbare Ringe an den Fingern, Uhren, Ketten auf der Weſte, Sporen, Reitgerten. Ich hatte in England das Spiel liebgewonnen und mit ihm Einnahmen gemacht. In vollendeter Fertig⸗ keit des Pharo kam ich nach Deutſchland zurück und ſchlenderte wie ein Gentleman mit voller Börſe durch die Bäder, deren Saiſon gerade in Flor war. Mein Hochmuth litt nicht, daß ich mich als den ehemaligen Kupferſtecher Zeck zu erkennen gab. Ich nannte mich Baron Grimm und wußte mich durch Toilette, ein⸗ nehmende Geſtalt, Fortüne im Spiel, Sücces in der großen Geſellſchaft ſo zu behaupten, daß ich mehre Jahre lang in meinem Incognito verharrte und die
glücklichſten Eroberungen machte. Mein Spiel am grünen Tiſch war ehrlich, Alles, Alles an mir war
damals ehrlich, kühn, unternehmend, nur mein Name war eine Lüge. In derſelben Reſidenz, wo wir uns kennen lernten, junger Freund, ſetzt' ich das Glück fort, das ich in den Bädern bei den Frauen gemacht hatte. Ich war kein gewöhnlicher Stutzer. Gerade weil ich mir mein Leben ſelbſt beſtimmte, wandte ich allen Fleiß auf die Möglichkeit, es auch geiſtig be⸗ haupten zu können. Ich las ſogar, nahm Unterricht in allen Wiſſensfächern und bildete mich mit Leiden⸗


