n. Wiſſen Sie wol, ſagte Murray, daß das Bedüxf⸗ 4
r. niß der Beichte ein tiefes Myſterium iſt?
mann! Ich bin Katholik! antwortete Louis.
ing zu Das ſagt Alles! Es iſt eine der feſteſten Stützen
heit in des alten römiſchen Glaubens. Es iſt eine Stütze, die ſich auf die menſchliche Natur gründet. Das Ge⸗
) heimniß der Beichte iſt die Zauberformel, die den Laien an den Prieſter bindet, die Bürgſchaft einer über alle
ennoch menſchlichen Umgangsformen hinausgehenden Vertrau⸗
mmen, lichkeit, eine Ehe der Herzen. Das Bedürfniß der
Das, Beichte iſt der Wahrheitsdrang des Menſchen, ja oft die
ſagte, einzige Ermuthigung zur Tugend. Nur wer ſich in
n, der einem Andern darlegen kann, in einem Andern aus⸗
ſehlte rruhen mag, fühlt wahre Reue und, iſt der Andre edel
prüche und gut, ein ſanfter Prieſter auch ohne Prieſterrock
rr auaf und Weihe, wahre Ruhe.
G ge⸗ Ich kenne, ſagte Louis, zwei Prieſter, die würdiger
ntrückt wären als ich, Sie zu höreu.
von Wer wären dieſe?
„ ſol Louis nannte die Brüder Siegbert und Dankmar
b Willdungen und freute ſich innerlichſt, mit kräftiger
Jhr* Betonung dieſer Namen gleichſam Zeugniß ffür den
eſſe ggrroßen Werth dieſer beiden Menſchen abzulegen.
Sie 5 Ich kenne ſie nicht, ſagte Murray. Ich darf die . Kette der guten Menſchen, denen ich mich vertraute,


