Teil eines Werkes 
7. Bd. (1851)
Entstehung
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Louis erzählte.

Der Förſter, ſagte er, rührte mich geſtern, wie liebevoll er ſie empfing. Er fuhr ſie ſelbſt in ſeine Wohnung, die nicht zu weit von uns entfernt iſt. Dort angekommen, zeigt' er ihr das Stübchen, das er ihr eingerichtet. Es iſt ſo ſtill und traurig hin⸗ auszuſehen in den entlaubten Forſt, aber ſo lebendig im Zimmer, als wär' der Wald hier ſo lange ein⸗ quartiert bis zum Frühjahr. Da ſingen Vögel in Käfigen, da ſtehen große Blumen in Töpfen, da hängen Hirſchgeweihe an den Wänden und wenn es recht ſtill iſt und der Sturm einmal nachläßt, hört man die Thurmuhr von Pleſſen nach dem Jägerhauſe deutlich hinüberſchlagen und das iſt ja gerade, als ſprächen wir miteinander ſo weit zuſammen.

Und Urſula Marzahn? fragte Murray mit for— ſchendem Blick.

Liegt krank im Bett.

Bedenklich?—

Der Onkel gibt ſie auf. Ich hörte ſie ächzen in einer obern Kammer über Fränzchen. Ich wollte auf einen Arzt dringen. Da hilft nichts, ſagte Heuniſch. Sie hat ihre Kräuter, ihren Thee, den ſie ſich ſelbſt bereitet. Sie ſtudirte bei Doctor Lehmann, ſagte er. Sie nimmt nichts und will nur Ruhe haben.