Teil eines Werkes 
7. Bd. (1851)
Entstehung
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immer vergebens auf die Beförderung durch den vor⸗ nehmen Herrn wartete, der einmal zu ihr ſo gnädig geäußert hatte: Gut geharkt! Schöner Strich! Kenne Das! Die Brigitte war ſogar verſtimmt, daß dieſe Herren, die nur der Alte und der Junge hießen, auch nicht einen einzigen Dienſtboten mitgebracht hatten. Nicht wegen der Arbeit. Denn die Gäſte waren ſehr anſpruchslos, ſondern nur wegen der Nachfrage und der Unterhaltung. So lange die alte Brigitte denken konnte, daß hier in den Tagen des Glanzes auf Ho⸗ henberg Beſuche ein- und ausgingen, hatte es eine reiche Chronik von Geſchichten und unterhaltenden Thatſachen gegeben. Dieſe zwei Menſchen aber ka⸗ men ganz nüchtern, ganz unbekannt, ſprachen nichts, befahlen nichts, baten nur und nahmen mit der ein fachſten Koſt vorlieb.

Da ſaß der Eine auf dem Kanapé und erſuchte die alte Brigitte ſehr höflich um Licht.

Und Ihr Abendbrot, Herr? fragte ſie raſch.

Der Angeredete war ſchwarz gekleidet und hatte über dem einen Auge eine Binde von gleicher Farbe.

Höflich ſagte er:

Wie geſtern, liebes Mütterchen. Thee trink' ich und etwas Brot, wenn man es haben kann. Aber die Frau Directorin läßt ſich's nicht nehmen,