Erstes Capitel.
Die erſten Winterſchauer.
Der Vorwinter war da. An die Fenſter deſſelben Eckzimmers im Schloſſe Hohenberg, wo die uns be⸗ kannten Sommergäſte ihre fröhlichen Abendgeſellſchaf⸗ ten gehalten hatten, ſchlug jetzt der Regen eines mür⸗ riſchen, naßkalten Herbſtes. Der Sturmwind rüttelte die ſchlechtverwahrten Jalouſieen und machte ſich pfei⸗ fend auch durch die Ritzen der Fenſter Bahn, auf deren innerem Simſe ſogar ſich die hellen Regentropfen ſam⸗ melten. Der Blick in den Garten fand die Bäume entlaubt, die Wege unſauber, regenglatt. Hier und da krachte ein Zweig, der dem plötzlichen Stoße des Nordweſt nicht widerſtehen konnte. Der Blick, ſelbſt am Tage, ging nur bis zum Dorfe Pleſſen hinunter, das mit ſeinem Kirchthurme wie im magiſchen Nebel ſchwamm. Von Wald, Berg und Flur waren ſelbſt 1*


