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die Sie einſt noch entdecken werden... aber Selma liebte ihn. Ich Thörin hatte die Knospe ja ſelbſt entblättert! Das Kind lebte nur für Den, den ich es gelehrt hatte, als einen menſchgewordenen Gott zu verehren. Rodewald, aus Motiven, die ich nur ahnen kann, floh mich, floh alle Welt, er war ſich ſelbſt zur Laſt, zur Qual geworden und mit den Worten: Läu⸗ terung! Läuterung! nahm er ſchriftlichen Abſchied nach einer Gegend, wo ich ihn nicht mehr ſehen ſollte und wohin er mit Selma, die nicht mehr von ihm laſſen wollte, auf immer verſchwunden iſt.
Aber meine Mutter? bemerkte Egon und verrieth auf's neue die Ungeduld, auf die Bahn ihrer Denk⸗ würdigkeiten einzulenken.
Ihre Mutter? ſagte Pauline vor ſich hin und machte eine Miene voll Bitterkeit...
Daß Ihre Schweſter Anna von Harder Sie haſſen mußte, tödtlich haſſen muß, erkenn' ich, ſagte Egon. Sie haben die Blüte des jungen Gefühls ihrer Toch⸗ ter vergiftet— haben, wie Sie, mir unbegreiklich, ſagen, aus Rache die Genugthuung haben wollen, daß Rodewald, durch den Tod von Ihnen getrennt, nur Selma liebt... Sie haben einer Mutter ihr
Kind geraubt... Selma von Harder? Selma... Wer erinnerte mich einſt an eine Selma...


