Teil eines Werkes 
4. Bd. (1851)
Entstehung
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Ich danke Ihnen, Herr Schlurck, antwortete Dankmar kalt, für dieſe Rathſchläge, die ganz mit meinen eigenen Empfindungen zuſammenſtimmen. Mein Herz iſt glücklicherweiſe derjenige Muskel mei⸗ nes Körpers, dem ich ſeit früheſter Jugend, vielleicht durch zeitige Uebung, eine große Kraft verlieh. Dieſer Muskel beſitzt viel Elaſtizität und ich habe ihn darin mit einem guten Magen auf eine Linie geſtellt, ich fühl' ihn nicht zu lebhaft.

Ein Weiberfeind?

Geiſt und Schönheit können mich feſſeln... doch nur vorübergehend... flüchtig.

Und dieſe Erfahrung machen Sie überall?

Bis jetzt überall! Ich habe einen zu kalten Ver⸗ ſtand. Ich durchſchaue zu bald die Eitelkeit und die Schwäche der Frauen, und wenn mich etwas entzückt hat und ich ſehe dann, daß Das, was mich blendete, doch nur ein flüchtiger Schimmer iſt und keine Grund⸗ ſätze, keine Bürgſchaften für die Zukunft geboten wer⸗ den, und ich nun erſt ſelbſt, als Mann, ich Schwan⸗ kender, ich Egoiſtiſcher, ich Grauſamer, nur auf mich und meine Citelkeit ohnehin Bedachter... doch was verſchwend' ich die Zeit! Der kleine Kläffer, Bello, mahnt ſchon wieder, daß wir ein Ende machen...

Damit ſtand Dankmar auf und Schlurck wußte