Teil eines Werkes 
4. Bd. (1851)
Entstehung
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O Gott! Jede Minute der Verzögerung, jeder Augenblick, wo dies theure Bild in den Händen einer Pauline von Harder iſt, kann die Quelle ewigen Lei⸗ dens für den Prinzen Egon werden.

Ich zittere. Beſter Freund, wie dank' ich Ihnen! Da ſoll eiligſt Aber geben Sie mir Aufklärung!

Rudhard ſoll ſie Ihnen geben. Schicken Sie ſo⸗ gleich zu Herrn von Harder, fordern Sie alle Fami⸗ lienbilder zurück! Sie wiſſen nicht, welcher unſäg⸗ liche Aufwand von Schalkheit, Liſt und Charakter angewandt wurde, um dahin zu gelangen, wo wir jetzt uns befinden, an der Gefahr, eingeſtehen zu müſſen, daß Alles vergebens war!

So ſchick' ich ſogleich zum Geheimenrath! Warten Sie einen Augenblick!

Schlurck ſchellte.

Es kam ein Diener ſeines Bureaus. Er ſchrieb,

während oben die drei Lauſcher ſich bedeutſam und

hoffnungsvoll anlächelten, einige Zeilen an den Ge⸗ heimenrath, ſiegelte ſie, nachdem er ſie Dankmarn hatte leſen laſſen. Dieſer war, eben ſo von der ver⸗ lorenen Nacht, wie von den gewaltigen Eindrücken des Morgens, erſchöpft und ſaß faſt abgeſpannt im Seſſel... Schlurck wurde immer freundlicher und, zuthunlicher. Seine Geiſtesgegenwart verließ ihn kei⸗