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Gott iſt die Liebe! Was konnte es heute Befruchten⸗ deres, Anregenderes, Schlagenderes für die„kleinen Cirkel“ und jenen eigenthümlichen Geiſt der Romantik geben, der die Schickſale dieſes Staates und durch ihn einen Theil Deutſchlands regierte!
Anfangs verſuchte die allgewaltige Dame zu Sieg⸗ bert's größter Spannung, das Geſpräch auf die ſchwe⸗ bende Johanniterverlaſſenſchaftsfrage zu lenken; da aber Niemand darüber unterrichtet ſchien und Sieg— bert von ſeinem Bruder damals im Pelikan doch noch viel zu wenig darüber erfahren hatte, wie ſehr er ſelbſt daran betheiligt war, ſo ging die Oberhofmei⸗ ſterin, um das Geſpräch zu einem endlichen Schluſſe zu führen, zu einem allgemeinen ſtaatspolitiſchen Seufzer über, des Inhalts:
O eine Idee, die die ganze Welt erquickt! Nur ein Wort des Friedens in dieſen Haß und dieſen Hader! Wer wird dies Evangelium bringen, das allem Kampf der Parteien ein Ende machte und die Erde in einen Wohnplatz von Menſchen umwandelt, die nur dem erlaubten Genuß der irdiſchen Güter und der Bildung ihres Herzens als Vorbereitung künftiger Seligkeit leben! Sie glauben nicht, meine Liebe(ſie wandte ſich an Anna), wie man bei Hofe nach Er— löſung von dieſem Jammer, der über unſere Erde verhängt ſcheint, ſchmachtet! Wo man auch nur in


