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Anna von Harder lächelte, war es, als fühlte ſie ſich von der Wirkung ihres ſchönen Mundes überraſcht und als thäte ſie es ungern. Sie lächelte aus Milde und Wohlwollen, nie, weil ſie wußte, daß es ihr ſchön ſtand.
Die edle Frau war auch in Haltung und Toi— lette nicht von jener Einfachheit, die im Einfachen etwas ſucht, wie die Altenwyl, bei der durch ihre grauen und braunen Farben auf ſchweren Kleiderſtoffen ein anſpruchsvolles Prinzip ausgedrückt wurde. Sie drückte durch ihr Aeußeres nichts aus als ihr einfaches Be⸗ dürfniß und ihren natürlichen Geſchmack. Nicht ein⸗ mal mit einer grauen Locke, deren ſie die Fülle hatte, that ſie ſchön, wie ſo manche junge Matrone, die ihr graues Haar ſo nahe an ihr noch heißes Auge bringt, daß man vor den„Flammen im Schnee“ erſchrecken möchte. Auna von Harder hätte recht gern noch einen natürlichen ſchwarzen Scheitel auf der Stirn getragen und verſteckte lieber ihre grauen Locken durch den niedergedrückten und innen beſetzten Hut!.. Warum ſeinen Winter zeigen in einer Welt, die des Früh⸗ lings bedarf, um weltglücklich zu ſein! Es gibt eine Diskretion des Alters gegen die Jugend, die nur ganz zarten Naturen eigen iſt.
Was auch die Altenwyl von einem beſcheidenen


